Woher bekommt man Produkte für den Online-Shop?
Woher bekommt man Produkte für den Online-Shop?
Ein gutes Produkt allein reicht nicht aus. Im E-Commerce ist es ebenso wichtig, woher Sie Ihre Ware beziehen, zu welchem Preis Sie sie einkaufen und wie schnell Sie Ihren Lagerbestand auffüllen können. Dasselbe Produkt selbst kann bei einer Zusammenarbeit mit einem Großhändler rentabel sein, beim Kauf über einen Einzelhandelsvermittler jedoch völlig unrentabel.
Meistens entscheiden sich angehende Händler für eine von drei Lösungen: Einkauf beim Großhändler, Direktimport oder Dropshipping. Jedes Modell hat andere Kapitalanforderungen, andere Risiken und eine andere Kontrolle über die Auftragsabwicklung.
Einkauf von Produkten beim Großhändler
Ein Großhändler kauft größere Warenmengen von Herstellern oder Importeuren ein und verkauft diese anschließend in kleineren Mengen an Unternehmen weiter. Für einen Online-Shop bedeutet dies die Möglichkeit, schnell mit dem Verkauf zu beginnen, ohne den Import selbst organisieren zu müssen.
Die wichtigsten Vorteile der Zusammenarbeit mit einem Großhändler:
· Die Ware ist bereits in Polen oder in der Europäischen Union verfügbar,
· die Lieferung dauert in der Regel kürzer als bei einem Import aus Asien,
· man kann eine kleinere Charge bestellen und den Absatz testen,
· Rechnungen, Produktunterlagen und Logistikdaten sind leichter zu erhalten,
· die Abwicklung von Fehlmengen, Reklamationen und Nachlieferungen ist einfacher.
Ein Großhandel ist eine gute Wahl, wenn Sie schnell mehrere Produktkategorien prüfen möchten, aber nicht sofort großes Kapital binden wollen. Beachten Sie jedoch, dass der Stückpreis in der Regel höher ist als beim Kauf eines ganzen Containers direkt ab Werk.
Direkter Import von Produkten
Der Import ermöglicht es, Waren direkt vom Hersteller oder einem großen ausländischen Lieferanten zu kaufen. Meistens bietet er den niedrigsten Stückpreis, erfordert jedoch eine größere Bestellmenge, Kenntnisse im Umgang mit Dokumenten sowie eine gründliche Qualitätskontrolle.
Beim Import muss nicht nur der Rechnungsbetrag berücksichtigt werden. Zu den Produktkosten können hinzukommen:
· internationaler Transport,
· Frachtversicherung,
· Zoll und Zollabfertigung,
· Mehrwertsteuer,
· Prüfungen, Zertifikate und Kennzeichnung,
· Erstellung einer polnischen Gebrauchsanweisung oder eines Etiketts,
· Lagerung und Qualitätskontrolle,
· Wechselkursrisiko sowie Produktionsanpassungen .
Ein Direktimport ist sinnvoll, wenn das Produkt bereits geprüft wurde, der Absatz regelmäßig ist und eine größere Charge die Liquidität des Unternehmens nicht beeinträchtigt. Es lohnt sich nicht, mit einer großen Bestellung zu beginnen, nur weil der Stückpreis attraktiv erscheint.
Dropshipping, also Verkauf ohne eigenen Lagerbestand
Beim Dropshipping gewinnt der Verkäufer den Kunden, während die Ware direkt vom Lieferanten versendet wird. Auf den ersten Blick ist das Modell einfach: Man muss kein Lager mieten und keine Ware vor dem Verkauf einkaufen.
In der Praxis ist der Verkäufer weiterhin verantwortlich für das Angebot, den Kundenkontakt, die Richtigkeit der Informationen, Rücksendungen und die Servicequalität. Das größte Problem ist die eingeschränkte Kontrolle darüber, ob das Produkt tatsächlich verfügbar ist, wie es verpackt wurde und wann es versendet wird.
Dropshipping eignet sich gut zum Testen der Nachfrage oder als Ergänzung zum eigenen Lager. Es ist jedoch schwieriger, darauf einen Wettbewerbsvorteil aufzubauen, da derselbe Produktkatalog von vielen Mitbewerbern genutzt werden kann.
Großhandel, Import oder Dropshipping – ein schneller Vergleich
Großhandel ist die beste Wahl, wenn Ihnen ein schneller Start, eine kleine Bestellmenge und der Zugriff auf Waren aus einem lokalen Lager wichtig sind.
Direktimport wählen Sie diese Option, wenn Sie den Umschlag des Produkts bereits kennen, die Unterlagen beurteilen können und eine größere Charge bestellen möchten.
Dropshipping sollten Sie in Betracht ziehen, wenn Sie ein kleines Budget haben, eine Produktkategorie testen oder Ihr Angebot erweitern möchten, ohne den Lagerbestand zu vergrößern.
Man muss sich auch nicht an ein einziges Modell halten. Viele Shops beginnen mit Großhändlern, importieren später die meistverkauften Produkte und nutzen Dropshipping nur zur Erweiterung des Sortiments.
Wie überprüft man einen Lieferanten vor der ersten Bestellung?
Bitten Sie vor der Zahlung um die vollständigen Unternehmensdaten, die Kooperationsbedingungen und den Kaufvertrag. Prüfen Sie, ob der Lieferant die tatsächlichen Lagerbestände angibt und Reklamationen sowie Rücksendungen klar beschreibt.
Stellen Sie einige konkrete Fragen:
· Wie hoch ist der Mindestbestellwert oder die Mindestbestellmenge?
· Wie oft werden die Lagerbestände aktualisiert?
· Sind Fotos, Produktbeschreibungen und Spezifikationen erhältlich?
· Verfügen die Produkte über die erforderlichen Kennzeichnungen und Dokumente?
· Wie lange dauert die Vorbereitung der Sendung?
· Wie läuft die Meldung von Fehlmengen und Beschädigungen ab?
· Bietet der Lieferant Mindestmengenrabatte bei größeren Bestellungen an?
Am sichersten ist es, zunächst eine Testbestellung aufzugeben. So können Sie die Produktqualität, die Bestandsgenauigkeit, die Lieferzeit und die Verpackungsart beurteilen.
Wie lässt sich berechnen, ob die Bezugsquelle rentabel ist?
Vergleichen Sie nicht nur die Einkaufspreise. Berechnen Sie die Gesamtkosten für die Lieferung eines verkaufsfähigen Artikels ins Lager. Berücksichtigen Sie Transport, Verpackung, Abfall, Beschädigungen, Zahlungsgebühren und Arbeitszeit.
Beispiel: Ein Produkt kostet 20 Złoty, aber Transport, Etikettierung und Verkaufsvorbereitung erhöhen die Kosten auf 25 Złoty. Genau diese 25 Złoty sollten in die Margenberechnung einfließen.
Ein guter Lieferant ist nicht immer der günstigste. Manchmal lohnt es sich, einen Złoty mehr für ein Produkt zu bezahlen, wenn man dafür einen schnelleren Versand, einen stabilen Lagerbestand und weniger Reklamationen erhält.
Die häufigsten Fehler bei der Auswahl der Produktquelle
Der erste Fehler ist der Kauf einer großen Charge ohne Verkaufstest. Der zweite ist die Auswahl ausschließlich auf der Grundlage des Preises. Der dritte ist die fehlende Überprüfung der Dokumente und Anforderungen für eine bestimmte Kategorie.
Es ist ebenfalls riskant, den gesamten Shop von einem einzigen Lieferanten abhängig zu machen. Ein Lagerausfall, eine ausbleibende Lieferung oder eine plötzliche Preisänderung können den Verkauf zum Erliegen bringen. Für die wichtigsten Produkte lohnt es sich, eine zweite Bezugsquelle zu haben.
FAQ – Woher bekommt man Produkte für den E-Commerce?
Muss man sofort einen ganzen Karton eines Produkts kaufen?
Nicht immer. Einige Großhändler verkaufen Produkte stückweise, andere verlangen den Kauf einer Sammelverpackung. Ein voller Karton bietet in der Regel einen besseren Preis und erleichtert die Logistik.
Kann der Großhändler Fotos und Produktbeschreibungen zur Verfügung stellen?
Ja, aber die Nutzungsbedingungen für diese Materialien sollten klar festgelegt sein. Es lohnt sich auch, eigene Fotos und Beschreibungen zu erstellen, damit das Angebot nicht identisch mit dem der Konkurrenz ist.
Was ist für einen neu gegründeten Online-Shop am besten geeignet?
Meistens ist eine kleine Bestellung bei einem inländischen Großhändler ein sicherer Einstieg. So lässt sich die Nachfrage testen, ohne aufwändige Zollabfertigung und große Lagerbestände.
Zusammenfassung
Die Bezugsquelle der Ware beeinflusst die Marge, die Versandgeschwindigkeit und die Kundenbewertungen. Ein Großhändler senkt die Einstiegshürde, der Import erhöht die potenzielle Marge und Dropshipping verringert den Lagerbedarf. Die beste Lösung ist ein Modell, das auf das Kapital, die Erfahrung und den erwarteten Umsatz zugeschnitten ist.
Bestellen Sie vor größeren Einkäufen Muster, berechnen Sie die Gesamtkosten und prüfen Sie, ob der Lieferant in der Lage ist, die Ware regelmäßig nachzuliefern.
Redaktionelle Quellen – müssen nicht veröffentlicht werden
· Google Search Central – Erstellung hilfreicher Inhalte
